„Unsere Mundart entspricht nicht immer der deutschen Grammatik“

Zwei Pflegedienste berichten über ihre Erfahrungen mit .snap Speech. Lesen Sie, wie KI-gestützte Tools von euregon im Pflegealltag nicht nur sprachlich unterstützen, sondern auch Zeit sparen und die Qualität der Dokumentation verbessern können – ohne die fachliche Verantwortung des Menschen zu ersetzen.

Vollständige, prüfsichere Dokumentation bei knappen Zeitressourcen – das ist eine der größten Alltagsherausforderungen in der ambulanten Pflege. KI-gestützte Funktionen wie .snap Speech setzen genau hier an: Beobachtungen werden während oder nach dem Einsatz direkt ins Smartphone eingesprochen, die KI strukturiert und formuliert die Texte automatisch aus. Manuelle Nachbearbeitung entfällt weitgehend. Auch bei komplexeren Aufgaben wie der Strukturierten Informationssammlung (SIS) unterstützt die KI – sie bereitet Gesprächsinhalte auf und ordnet sie den passenden Bereichen zu, während die fachliche Prüfung weiterhin bei den Pflegekräften liegt.

„AKA Monika Kirnich“, Altötting: Mehr Dokumentation bei geringerem Aufwand

Wie groß der praktische Nutzen sein kann, zeigt die AKA Monika Kirnich GmbH & Co. KG in Altötting. Der ambulante Pflegedienst arbeitet vollständig digital mit den Lösungen von euregon und nutzt im Alltag auch die KI-gestützten Funktionen der .snap-Plattform.

Vor der Einführung von .snap Speech stellte insbesondere die Nachbearbeitung diktierter Texte einen hohen Aufwand dar. „Im Pflegealltag fehlte oft die Zeit für ausführliche Dokumentation. Diktierte Texte mussten anschließend mühsam korrigiert werden“, berichtet Peter Hausladen, Geschäftsführer und Pflegedienstleitung des Unternehmens. Seit der Einführung der KI-Funktionen habe sich der Dokumentationsprozess deutlich verändert. „Meine Kollegen und ich dokumentieren durch die deutliche Vereinfachung wesentlich mehr als früher – schlicht und ergreifend, weil es schneller und einfacher geht“, erklärt Hausladen.

Besonders hilfreich sei dabei auch die sprachliche Unterstützung durch die KI: „Unsere Mundart entspricht nicht immer der hochdeutschen Grammatik. Die KI wandelt das Gesprochene aber in verständliche Texte um. Das erleichtert die Dokumentation enorm.“

Peter Hausladen, Geschäftsführer und PDL des "AKA Monika Kirnich" aus Altötting

„Ihr Pflegedienst“, Braunsbach: Niedrigere Hemmschwelle für Pflegeberichte

Auch bei „Ambulanter Dienst Krimmer – Ihr Pflegedienst“ in Braunsbach wird die sprachbasierte Dokumentation inzwischen intensiv genutzt. Dort zeigte sich schnell, dass Spracheingaben für viele Mitarbeitende deutlich einfacher in den Pflegealltag integrierbar sind als längere Texteingaben auf mobilen Geräten. „Einen Pflegebericht per Spracheingabe zu diktieren, fällt vielen Mitarbeitenden deutlich leichter, als längere Texte auf einem mobilen Gerät zu tippen“, erklärt Inhaber Knut Krimmer. Das habe direkte Auswirkungen auf die Qualität der Dokumentation: „Unsere Dokumentation ist heute vollständiger und besser nachvollziehbar.“ Gerade in engen Zeitfenstern zwischen zwei Einsätzen zeige sich der Vorteil besonders deutlich.

Strukturierte Informationssammlung mittels KI

Neben klassischen Pflegeberichten kann KI auch bei umfangreicheren Aufgaben unterstützen – etwa bei der Strukturierten Informationssammlung (SIS). Dabei hilft die KI, Inhalte aus Gesprächen aufzubereiten und den passenden Bereichen zuzuordnen. Pflegekräfte prüfen und ergänzen die Vorschläge anschließend fachlich. „Die KI ersetzt nicht die Fachlichkeit der Pflegekräfte. Sie unterstützt lediglich bei der Formulierung und Strukturierung der Inhalte“, betont Krimmer.

Mehr Zeit für Pflege und Organisation

Wenn Dokumentation einfacher und schneller erledigt werden kann, profitieren davon nicht nur Pflegekräfte, sondern die gesamte Organisation. „Es werden automatisch Kapazitäten für andere wichtige Aufgaben frei“, erklärt Krimmer. Dazu zählen organisatorische Aufgaben, Qualitätsmanagement oder die Begleitung der Mitarbeitenden. Gleichzeitig tragen moderne digitale Prozesse zunehmend dazu bei, Pflegeeinrichtungen als moderne Arbeitgeber zu positionieren.

Knut Krimmer, Inhaber von "Ihr Pflegedienst" in Braunsbach

FAZIT: KI wird zum praktischen Assistenzsystem im Pflegealltag

Die Erfahrungen der Anwender zeigen: Künstliche Intelligenz entfaltet ihren größten Nutzen dort, wo sie konkrete Probleme im Pflegealltag adressiert. KI-gestützte Sprachdokumentation hilft dabei, Dokumentationsaufwand zu reduzieren, Prozesse besser in den Alltag zu integrieren und Pflegekräfte zeitlich zu entlasten. Entscheidend bleibt dabei, dass die fachliche Verantwortung weiterhin beim Menschen liegt – die KI unterstützt als intelligentes Assistenzsystem im Hintergrund.

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