Zeit und Fehler sparen dank TI: Zwei Pflegedienste berichten

Steigende Dokumentationspflichten, komplexe Abrechnungsprozesse und Fachkräftemangel setzen ambulante Pflegedienste zunehmend unter Druck. Wie die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) dabei helfen kann, zeigen die Erfahrungen des Pflegewerks Köln und der Diakonie Donau-Ries – beide nutzen .snap ambulant, um Kommunikation, Abrechnung und Dokumentation neu zu organisieren.

Pflegewerk Köln: Von Papierprozessen zur TI-gestützten Abrechnung

„Zu Beginn jedes Monats waren mehrere Mitarbeitende über Tage hinweg damit beschäftigt, große Papierberge zu sichten und Leistungen manuell zu prüfen“, berichtet Frank Lehmköster, Geschäftsleiter der Pflegewerk Standorte Köln und Pulheim. Mit der Einführung von .snap ambulant wurden zentrale Prozesse digitalisiert und konsequent auf die Nutzung der Telematikinfrastruktur ausgerichtet.

Heute erfolgt die Leistungserfassung mobil direkt beim Klienten. Leistungen werden elektronisch dokumentiert, signiert und ohne Medienbruch weiterverarbeitet. Ein wesentlicher Fortschritt zeigt sich in der Abrechnung: „Früher dauerte die Abrechnung nahezu eine Woche, heute benötigen wir lediglich zwei bis drei Tage.“

Zudem werden verschiedene Leistungsbereiche bereits über die TI abgerechnet. Rückmeldungen der Kostenträger lassen sich direkt im System zuordnen – ein deutlicher Gewinn an Geschwindigkeit und Transparenz.

Diakonie Donau-Ries: TI als Chance – mit noch ungenutztem Potenzial

Die Diakonie Donau-Ries setzt bereits auf die elektronische Abrechnung mit TI und ist auch für die weitere TI-Nutzung gut aufgestellt. Die Erwartungen sind hoch – insbesondere im Hinblick auf eine medienbruchfreie Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Partnern.

„Wenn die Möglichkeiten der TI genutzt werden, ist sie hervorragend und datenschutzrechtlich sicher. Wir sind dazu bereit und wollen loslegen“, erklärt Beatrix Meyr-Digeser, Gesamtleitung ambulante und teilstationäre Pflege.

Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass der Nutzen der TI stark von der Nutzung durch alle Beteiligten abhängt: „Häufig landen wir in einer Sackgasse – wie bei einem Anruf, bei dem keiner abnimmt.“ Dennoch wird die TI bereits aktiv eingesetzt, etwa bei der elektronischen Abrechnung: Der elektronische Leistungsnachweis ermöglicht eine durchgängige digitale Verarbeitung der Leistungen.

Transparenz und Sicherheit: TI entfaltet ihren Mehrwert erst in integrierten Systemen

Neben der Effizienz spielt auch die Transparenz eine zentrale Rolle. Beide Einrichtungen berichten, dass jederzeit nachvollziehbar ist, welche Leistungen wann und von wem erbracht wurden. Zudem sorgt die zentrale, digitale Datenhaltung für mehr Sicherheit: Dokumente werden strukturiert abgelegt, Aufbewahrungsfristen eingehalten und Zugriffsrechte klar geregelt.

Die Erfahrungen des Pflegewerks Köln und der Diakonie Donau-Ries zeigen: Die Telematikinfrastruktur ist weit mehr als eine regulatorische Vorgabe. Richtig integriert, wird sie zum zentralen Baustein effizienter Pflegeprozesse.

Entscheidend ist dabei nicht nur die technische Anbindung, sondern die konsequente Einbindung in die täglichen Arbeitsabläufe. Wo dies gelingt, entstehen spürbare Entlastungen – von der Dokumentation über die Kommunikation bis hin zur Abrechnung.

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